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Unser einheimischer
Eisvogel - über die ganze Welt verteilt ist die Familie zuhause,
vom winzigen Zwergeisvogel Afrikas bis hin zum krähengrossen
"Lachenden Hans" aus Australien - ist ein gut spatzengroßer,
gedrungener Vogel mit kurzem Schwanz und geradem, kräftigem Schnabel.
Während Bauch und Brust rostbraun sind, schimmern Oberseite
und Kopf kobaldblau bis türkisfarben. Da man selten Gelegenheit
hat, ihn ruhig sitzen zu sehen, fällt vor allem der leuchtend
blaue Rücken auf, wenn er pfeilschnell von seiner Ansitzwarte 20
oder 30 m weiterfliegt, um dem unerwünschten Beobachter auszuweichen.
Unsere Eisvögel
leben vor allem von kleinen Fischen, Wasserinsekten und deren Larven
und Kaulquappen. Die Nahrungstiere werden unzerkleinert verschlungen,
wobei ihnen fingerlange Fischchen keine besonderen Schwierigkeiten
bereiten. Der Vogel fängt sie meistens, indem er von seinem
Beobachtungsposten blitzschnell ins Wasser stösst. Wo Ansitzwarten
fehlen, wird die Nahrung auch aus einem kurzen Rüttelflug heraus
erbeutet.
Die Bruthöhle
wird traditionell etwa einen halben Meter weit in den Sand von Steilufern
gegraben. Wo Steilufer fehlen, werden aber auch Bruten im Wurzelwerk
von umgestürzten Bäumen beobachtet.
Strenge Winter
machen den Tieren sehr zu schaffen; sie verhungern ganz einfach,
wenn sie nicht rechtzeitig ausweichen. Wenn der Lebensraum intakt
ist, können aber wohl sogar 90%ige Bestandsverluste in nur
zwei Brutsommern wieder ausgeglichen werden. Aber der Lebensraum
- klare, mässig schnell-fliessende oder gar stehende Gewässer
mit reichem Jungfischbestand - muss vorhanden sein!
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